Das Team: 10 Fragen an…

Das Team: 10 Fragen an Paul Fritze

von Paul Fritze am 30. August 2010

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Paul ist für das Social Media- und Partnermarketing Team zuständig und hat am meisten dafür gekämpft, dass dieser Blog entsteht. Der gebürtige Hamburger ist leidenschaftlicher Koch -  man findet ihn fast jeden Samstag auf dem Winterfeldt-Markt, damit er am Wochenende seine Freunde bekochen kann. Bei Facebook und Twitter beantwortet er eure Fragen unter dem Synonym “pf”.

Jetzt mal ganz ehrlich: Hörst du lieber oder liest du lieber?

Ich bin da ehrlich gesagt völlig fremdgesteuert und es ist oft abhängig von den Dingen, die auf meinem iPod drauf sind. Ein neu entdecktes Album kann dazu führen, dass ich weniger Hörbücher, aber das Album rauf und runter höre. Da wird wegen Hörbuch-Mangel automatisch mehr gelesen. Dann gibt es wieder Zeiten in denen höre ich immens viel, was bis zu 80 Stunden Hörbuch pro Monat führen kann. Vor allem seitdem auf Facebook und Twitter ständiger Austausch mit anderen Hörbuchfans stattfindet, habe ich manchmal das Gefühl so viel noch nicht gehört zu haben, dass ich dann gerne mal 10 Hörbücher auf den iPod lade und die Musik dadurch wieder 1-2 Monate in den Hintergrund rückt. Die eindeutige Antwort ist also: Beides.

Unter den vielen Hörbuchsprechern hast du doch sicher einen Favoriten, oder?

Es gibt zwei. Der eine ist Wiglaf Droste, den ich schon lange auch als Autoren großartig finde. Er hat Bill Bufords Hitze gelesen und auch einige seiner eigenen Bücher. Der andere ist Simon Jäger. Der beste, keine Diskussion.

Erinnerst du dich noch an dein schönstes Hörerlebnis?

Pilze sammeln in Niederbayern: Ich wollte eigentlich nur schnell mal raus und im Wald ein paar Pilze für das abendliche Grillieren sammeln. Mit dem iPod auf den Ohren ging es bewaffnet mit einem Korb los und nachdem ich irgendwie nicht die richtige Pilzsammelmusik ausfindig machen konnte, entschied ich mich für einen echten Ladenhüter unter meinen Hörbüchern und begann mit Robert Harris‘ Pompeji. Das hatte ich schon lange auf dem iPod, aber es hatte nie eine Chance bekommen und es wird auch nie wieder eine bekommen. Denn Geschichte, Zeitpunkt, Sprecher und Stimmung waren perfekt und ich würde mich wundern, wenn man das noch einmal so zusammenbringen kann. Es war ein extrem heißer Tag, im Wald dampfte hier und da die Feuchtigkeit aus dem feuchten Moos und es roch nach einem dieser letzten Sommertage, die sich noch gegen den Herbst wehren. Jürgen Tarrach, der Pompeji liest, beschreibt darin eine genau solche Stimmung. Ich hatte durch die Mischung aus der tatsächlichen Stimmung des Tages und der beschriebenen im Hörbuch nie wieder das Gefühl so in einem Hörbuch drin zu sein. Das spannendste daran ist der drohende Untergang von Pompeji durch eine Naturkatastrophe, die sich im Hörbuch anbahnt. Ich bekam feuchte Hände und hab mich ständig umgedreht und geguckt ob nicht gerade hinter mir ein Vulkan auszubrechen droht, obwohl das in Niederbayern, soweit ich das beurteilen kann, erstmal nicht passieren wird.

Es soll ja Menschen geben, die neben Hörbüchern auch Musik hören. Welches ist dein Lieblingslied?

Ich habe vor einiger Zeit im Facebook-Profil eines Bekannten Raphael Saadiq entdeckt. Ich wusste er war Mitglied von Tony! Toni! Toné!, aber hatte keine Ahnung, dass er auch als Solokünstler arbeitet. Big Easy ist großartig und Sure hope you mean it ist das derzeit meistgespielte Lied in meinen Playlists.

Was ist für dich ein besonderer Tag oder anders gefragt: Wie muss ein Tag ablaufen, damit du glücklich bist?

Ich versuche wirklich jeden Tag so zu gestalten, dass es mir gut geht. Wenn Menschen in meiner Umgebung sind, mit denen ich gerne Zeit verbringe und ich am Abend mit ein paar Freunden kochen und essen kann, dann kommt das nah an Perfektion heran. Wenn die Umgebung dazu ein Meer in der Nähe hat, mein Haus direkt am Strand stehen würde und die Jahresdurchschnittstemperatur nicht unter 25 Grad sinkt, dann reden wir über Perfektion.

Bist du gerne unterwegs? In welches Land würdest du gerne reisen?

Essen & Reisen sind wahrscheinlich die beste und schönste Möglichkeit sein Geld unters Volk zu bringen. Ein bestimmtes Land habe ich nicht vor Augen, sondern will spätestens seitdem ich letztes Jahr Rolf Potts Vagabonding gelesen habe, einfach immer wieder los und neue Länder kennenlernen.

Was wolltest du schon immer mal gerne machen und hast es bisher nicht geschafft?

Lange Zeit habe ich gesagt: „Ich will ein eigenes kleines Restaurant mit ehrlichem Essen.“ Der Wunsch verträgt sich allerdings weniger mit der Idee viel zu reisen. Eine Sache konkret zu benennen fällt mir schwer, aber unterwegs sein, Menschen kennenlernen, Essen auszuprobieren und irgendwann auch den perfekten Tag (siehe oben) ein paar Jahre lang zu erleben, das hätte schon was.

Gibt es jemanden, den du unbedingt mal treffen möchtest?

Die Klischee-Trommel bitte: Ich will Jamie Oliver treffen. Der Mann lebt und atmet das Essen und Kochen und alles was man damit so alles anstellen kann. Ich bewundere Ihn zum einen dafür, wie er seine Popularität nutzt Berge von Geld zu verdienen, aber noch viel mehr dafür, dass er Dinge verändert. Im Englischen gibt’s eine Redewendung dazu, die in seinem Falle fast wörtlich zu nehmen ist: „He puts his money, where his mouth is.“

Auf welchen Internetseiten trifft man dich am häufigsten? Schließen wir mal Google & Audible.de aus.

Twitter ist für mich DIE Informationsquelle geworden. Kein anderes Medium leistet mir seit ca. einem Jahr einen so guten Dienst und ersetzt so viele andere.

Und zu guter letzt: Welches Hörbuch ist gerade auf deinem iPod?

The Upside of Irrationality von Dan Ariely. Ein tolles Hörbuch mit vielen Beispielen zum menschlichen Handeln, warum es oft irrational ist, wie man davon viel voraussagen kann und wie man es zum Beispiel als Unternehmen am besten nutzt.

Wenn du uns kurz die 3 Blogs nennen kannst, die du empfehlen möchtest?

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