Kann man sich in eine Stimme verlieben?

Wer bei Audible hört, der weiß: Manche Stimmen lassen einen nicht mehr los, berühren einen mehr als andere Stimmen. Der Ausspruch „Von David Nathan würde ich mir sogar das Telefonbuch vorlesen lassen“ ist vermutlich der häufigste Kommentar auf unserer Facebook-Seite.

Wir wollten es noch genauer wissen und haben daher eine Umfrage bei Emnid in Auftrag gegeben. Mehr als 1.000 Personen in Deutschland wurden gefragt:

Glauben Sie, man kann sich verlieben, wenn man nur die Stimme von jemandem kennt, sich aber nie gesehen hat?

Und immerhin jeder Dritte sagt „Ja“. Unter Audible-Hörern wäre der Wert vermutlich sogar noch höher, weil diese den Wert einer schönen Stimme noch mehr zu schätzen wissen. Um mal ein wenig in der Klischeekiste zu kramen: Bei den Damen antworteten sogar 40 Prozent mit „Ja“, sind die einfach romantischer?

Die Magie der Stimme

Vor einigen Jahren gab es auch einen Hollywood-Film, der sich mit dem Phänomen beschäftigt: Her. Darin verliebt sich Theodore Twombly, ein eher introvertierter und schüchterner Mann, in die Stimme seines Smartphone-Betriebssystems. Mit Samantha entwickelt sich eine zunächst freundschaftliche, dann intime Beziehung. Ob das auch möglich gewesen wäre, wenn das Betriebssystem nicht so eine wundervolle Stimme wie jene von Scarlett Johansson gehabt hätte? Das bezweifeln wir einfach mal.


Trailer zum Film „Her“ (2013)

Zum Valentinstag 2016 hatten wir das Online-Voting: Deutschlands verführerischste Stimme. User konnten aus fünf männlichen und fünf weiblichen Sprechern ihren jeweiligen Favoriten wählen. Mehr als 1.000 Nutzer haben ihre Favoriten angeklickt und Daniela Hoffmann (deutsche Synchronstimme von u.a. Julia Roberts) sowie Dietmar Wunder (deutsche Synchronstimme von u.a. 007-Darsteller Daniel Craig) zu den Gewinnern gekürt.


Gewinner Audible-Voting: Deutschlands verführerischste Stimmen

Dating im Hörspiel und über Whispar

Mit Be My Match haben wir kürzlich eine Dating-Serie veröffentlicht, in der die Hauptrollen von zwei Schauspielern gesprochen werden, die ebenfalls in der Vorauswahl zum oben genannten Voting waren. Auch Nora Jokhosha (spielt Sophie) und Richard Barenberg (spielt Jan) haben verführerische Stimmen – das war nicht das entscheidende, aber schon auch ein wichtiges Kriterium bei der Besetzungsauswahl. Denn ein Hörspiel über Online-Dating braucht nicht nur eine frische und unterhaltsame Story – eigens für Audible geschrieben von Kultautorin Anna Basener – sondern eben auch einen passenden Sound, der einen mitfühlen lässt.

Ein Marketing-Kooperationspartner von uns für „Be My Match“ ist die Dating-App Whispar. Die gehen sogar noch einen Schritt weiter und sind überzeugt, dass man sich in eine Stimme verlieben kann. Die Besonderheit von Whispar: Nutzer stellen nicht nur ein hübsches Porträtfoto von sich online, sondern legen auch ein Audio-Profil an. Darin stellt man sich kurz persönlich vor und der potenzielle Partner kann sich über die Stimme ein Bild machen – noch bevor erstmals das tatsächliche Bild zu sehen ist. Damit stellt Whispar die Stimme der Partnersuchenden in den Mittelpunkt. Singles können sich das Audio-Profil ihrer Favoriten anhören, diesen eine Sprachnachricht übermitteln und sogar kostenlos und anonym mit anderen Singles telefonieren.

Jetzt ist eure Meinung gefragt

Kann man sich in eine Stimme verlieben? Wir freuen uns über Meinungen in den Kommentaren!

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Kommentar (Kann man sich in eine Stimme verlieben?)

  1. Jaaa!!: Tanja Geke, Franziska Pigulla, Mechthild Großmann, Hannelore Hoger
    Dietmar Wunder, Uwe Teschner, David Nathan, Detlef Bierstedt, Johannes Steck,

  2. Nur allein die Stimme ist es vielleicht nicht. Ich denke es kommt schon auch noch auf den Text an. Ich habe mit Simon Jäger zuerst die Midnight-Breed-Serie gehört und später dann einige Bücher von Fitzek. Das könnte unterschiedlicher nicht sein. Die Wahl des Sprechers zur Midnight-Breed-Serie konnte kaum besser gewesen sein und ich kann schon verstehen, warum manche es nicht besonders gut fanden, dass nachher Richard Barenberg übernommen hat. Er hat eine ähnliche Stimmfarbe aber er liest/spricht völlig anders, jedoch meiner Ansicht nach nicht schlechter.
    In dieser Serie kommen auch Kampfszenen vor und im Grunde geht es ja um die Vampirkrieger, die ihre ewige Gefährtin finden und die Erotik überwiegt eindeutig. -Black Dagger-, die auch eine solche Storyline aufweist, wird von Johannes Steck gelesen. Für mich gewinnt eindeutig Simon Jäger, denn Johannes Steck klingt als würde er sich in allen Szenen im Krieg befinden. Die Gefühle kommen bei ihm einfach nicht so rüber, obwohl er auch super liest/spricht.
    Natürlich, die oben genannten Stimmen oder auch die Art, wie diese Leute vorlesen oder besser, einen Text sprechen sind überragend, weil es sich nicht so anfühlt, als würde vorgelesen. Sie haben die Gabe zu vermitteln man sei mitten im Geschehen. Außer dass man bei manchen vergisst, dass es überhaupt nur eine Person ist die spricht, geht es mir so, dass ich auch das Gefühl habe, Landschaft und Geräusche „zu erleben“.
    Das kann man kaum beschreiben und das empfindet auch jeder indivduell.
    Allerdings hat auch die Stimme eine ziemliche Kraft. Ich telefoniere manchmal sehr viel mit meinen Kunden im Vorfeld eines persönlichen Treffens und man macht sich immer ein Bild zu der Stimme. Und es ist mir tatsächlich auch schon passiert, dass mich die Person zu einer Stimme total überrascht hat.
    Warum soll es also nicht vorstellbar sein, von einer Stimme so fasziniert zu sein, dass man sich verliebt. Vor allem dann, wenn die Gespräche angenehm sind, oder die Texte entsprechend.
    Und die Erfahrung, die ich mit David Nathan hatte ;-) Er ist ja auch die Synchronstimme von Nick Stokes in CSI-Vegas. Ohne das zu vertiefen, fand ich diese Person in dieser Kombination höchst sympathisch, bis ich den Fehler machte einige Folgen im Orginalton anzusehen. Fazit: die Macht der Stimme ist nicht zu unterschätzen.
    Und negativ geht es auch. Die Betsy-Taylor-Serie zusammen mit Nana Spier ist für mich unerträglich, was aber objektiv gesehen und wenn man hysterische Frauen mag super passt. Sorry an Nana Spier, die ich nicht für hysterisch halte, denn sie hat auch „Mieses Karma“ gelesen und das fand ich super.
    Zu den wirklich guten Stimmen gehört für mich auch Frank Arnold. Er liest unter anderem auch die Tom-Clancy-Bücher über Jack Ryan. Clancy kann sich ewig lang über die technischen Details einer Bombe oder eines U-Boots auslassen, aber ich finde es keine Minute langweilig.
    Nicht zuletzt ist Dietmar Wunder auch ein Thema. Zuerst habe ich ihn mit den Büchern von Jeffrey Deaver in der Lincoln-Rhyme- Serie gehört. Im Kopf hatte ich Denzel Washington…wegen des Films -Der Knochenjäger- obwohl er hier von Leon Boden synchronisiert wird. Ihn dann zu hören, wie er Daniel Craig die deutsche Stimme für James Bond verleiht, hat mich zuerst ein wenig traumatisiert.
    Und Tanja Geke wird für mich in alle Ewigkeit mit Eve Dallas und Roarke in Verbindung stehen. Aber ich höre sie auch grundsätzlich gerne, da sie es als eine der wenigen weiblichen Stimmen schafft, mich vollkommen in eine Geshichte, also in eine andere Welt zu ziehen.